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    Erde – Mensch – Kosmos

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Ekstase! Freiheit! Wildheit! Anbindung!

Was ringen wir nicht heute mit diesen Begrifflichkeiten. Unsere Kultur wird seit der Aufklärung durch das abstrakte Denken bestimmt. Emotionale Wahrnehmung und Körperbewusstsein traten deutlich zurück für eine rein mentale Auseinandersetzung mit unserer Umwelt, die vor allem unserem Bedürfnis nach Sicherheit dient. Viele Menschen erleben die Auswirkungen des mentalen Zeitalters jedoch als einengend und den Fluss des Lebens behindernd. Als Folge sind psychische Leiden und Burn-Out-Fälle heute mehr denn je zu einer gesellschaftlichen Normalität geworden.

Der Tanz als Ausdruck von Lebendigkeit und Weisheit

Im Tanz geschieht etwas, das sich unserem Verstand entzieht: Die innere körperliche und spirituelle Auseinandersetzung mit Ordnung und Chaos, Bewusstem und Unbewusstem, Ruhe und Bewegung, Form und Fluss. Es entsteht ein Raum, in dem all diese gegensätzliche Strömungen eine Berechtigung haben und nebeneinander existieren dürfen. Der Tanz führt uns von der Enge unseres Geistes in die Weite – bis hin zur mystischen Erfahrungen, wie ihn z.B. die sich fortwährend drehenden Derwische erleben. 

shutterstock 40189549Im Tanz liegt die Weisheit. Das wussten und wissen alle Naturvölker, daher hatte der Stammestanz schon immer eine besondere Bedeutung. Für sie zeigten sich im Tanz die Götter und sprachen zu Ihnen. Mehr noch, sie wurden selbst zu diesen Göttern und tanzten deren Weisheiten.

Unser Körper trägt ein großes Seelen-Wissen bereits ins sich. Er weiß, was es braucht, damit die Lebendigkeit Raum bekommen kann. Über viele Jahrhunderten haben wir uns aber immer mehr von diesem sinnlichen Wissen abgetrennt. Als sich der Mensch immer mehr von der Erdspiritualität abwandte und die Kirchen ihn eher in geistige Welten ausrichtete, wurde auch die Körperlichkeit abgewertet. Der Tanz wurde eingeschränkt und eingeengt, die ekstatische Erfahrung – und somit der spirituelle Kern des Tanzes – verboten und mit einem Tabu belegt.

Der kopflose Mensch

Doch was ist diese ekstatische Erfahrung und wie kann man sie erreichen? Der Tanz kann ein Weg sein, ein weiterer Weg – und oftmals geht sie Hand in Hand mit dem Tanz – ist die Trance. Trance ist ein uralter Weg spiritueller Erfahrung. Sie ist ein ekstatischer Zustand der Körperwahrnehmung, welcher das Denken in den Hintergrund stellt – ohne dass die Bewusstheit dabei verloren geht. Zwar verschwindet der „innere Kommentator“ und mit ihm unsere Ego-Strukturen; dafür werden unsere Sinne ganz wach für Innenwahrnehmung und seelische Dimensionen von Situationen und Orten.

shutterstock 1370556548 LQuelle: Andrew Atkinson / Shutterstock.comTrance ist eine Form der Wahrnehmung, welche das archetypische Bedürfnis nach freier seelischer Entfaltung stillt; das Bedürfnis alle in uns aufgebauten Strukturen und selbstauferlegten Einschränkungen fallen zu lassen, damit die Seele sich wieder ganz mit unserer Körperlichkeit verbinden kann. So berichten Menschen, die eine tiefe Trance erlebt haben, nicht selten davon, dass sie sich hinterher im Alltag präsenter, körperlicher und angebundener fühlten. Sie erfahren eine „Sicherheit“, die eben nicht allein mental ist, sondern aus der Verbindung zu ihrem Wesenskern erfolgt. Trance ist also im wahrsten Sinne des Wortes heilsam und transformierend.

Durch unsere Sinne können wir ungefähr 400 Milliarden Informationen pro Sekunde aufnehmen. Von diesen werden vielleicht nur zweitausend von unserem Gehirn bewusst verarbeitet. In der Trance kommt es zu einer Bewusstseinserweiterung und wir werden fähig Einsichten und Erkenntnisse zu erlangen, die im Alltagsbewusstsein so nicht möglich sind.

Trancetanz

Der Trancetanz ist eine tiefgreifende Erfahrung, die jeden einlädt, tief zu sich selbst zurückzukehren. Während in vielen zeitgenössischen Tanzformen der Schwerpunkt auf Freizeit- und sozialen Aspekten wie Beobachten und beobachtet werden gelegt wird, soll Trancetanz normalerweise nicht mit der Außenwelt kommunizieren, sondern findet im Kontext von Spiritualität, persönlichem Wachstum und innerer Transformation statt. Die Trance ist hier eine kraftvolle Erfahrung, welche vermag die Masken der Konditionierung und Trennung vom Wesenskern aufzugeben und dadurch als Weg fungiert wieder zu sich selbst zu finden.

shutterstock 603153803Es liegt in der Natur des Menschen, sich zu bewegen, zu wachsen und sich zu verwandeln. Wiederkehrende Denk- und Handlungsmuster führen dazu, dass wir stagnieren und unser Bewusstsein einschränken. Im Trancetanz gibt es keine vorgegebenen Schritte. Wir erforschen den ganz eigenen Tanz vom tiefsten Ort in uns. Wenn sich der Tanz verwandelt, ändert sich auch etwas in uns und wie wir uns auf die Außenwelt beziehen.

Es gibt eine Vielzahl von Methoden und Techniken, wie eine Trance eingeleitet werden kann. Zum Beispiel durch spezielle Trance-Rhythmen beim Trommeln, bewusste Form des Atmens, archetypische Körperhaltungen, wiederholende Bewegungen, Zittern und Schütteln, uvm. Da der menschliche Körper alle persönlichen Lebenserfahrungen in jeder Zelle speichert, bringen diese ungewohnten Bewegungsformen diese wieder in den Fluss bzw. decken Blockaden im Körper auf, welche dann beim Tanz ausgedrückt und gelöst werden können.

Die Musik - Rhythmen des Lebens

shutterstock 349328291Beim Trancetanz spielt vor allem die musikalische Begleitung eine besondere Rolle. Es geht dabei nicht nur darum sich nach einer konventionellen Form der Musik zu bewegen. Verschiedene Arten von Rhythmus-Instrumenten, machen das Un-Hörbare hörbar, so wie der Tanz das Unsichtbare sichtbar macht. Das Rasseln löst unsere mentale Strukturen auf, die Trommelrythmen verbinden sich mit den Rhythmen unserer Herzen und durch Stampfen kann die Energie im Tanz intensiviert werden. Die rituelle Musik gibt nicht den Tanz vor, sondern kommuniziert mit diesem - und geht gemeinsam auf Reise. 


Seminarankündigung

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Italien - Tanz & Trance im Spiegel der Natur

Termin: 28. September 2020 - 3. Oktober 2020 (6 Tage)

Ort: Lago D'Orta, Norditalien

Kosten: 690,- € inkl. MwSt zzgl. Übernachtung/Verpflegung

Leitung: Christin Lange, Pascal Zielke & Jochen Topp

Lasst uns also wieder gemeinsam in die Lebendigkeit, in die Ekstase gehen. Lasst uns bewegen, schütteln, unseren Körper und Seele spielerisch frei schwingen.

Am 28. September bis 3. Oktober 2020 werden wir sechs Tage lang dieser Ur-Erfahrung in diesem entspannten Ferienseminar Raum geben. Mit den Trommelrhythmen und alten Trancetechniken können wir in einem sicheren Rahmen unseren Kopf endlich einmal abschalten, um das zu sein, was wir im Ursprung sind: Lebendige, wunderschöne, freie Menschen. Dieses Seminar ist eine Feier unseres Da-Seins. Die Landschaft um den tiefen und mystischen See Lago d’Orta bietet uns ein wunderbares Ambiente, in der Natur zu sein, zu tanzen und zu träumen. Ein urweiblicher Landschaftsorganismus mit seiner erstaunlichen Wildnis gibt uns den Boden und die Flugkraft dafür. alma mundi italienreise

Themenfelder & Lerninhalte

Der Tanz: Das heilsame sich Einbinden in den Tanz des Lebens  * Das Bewegungsorakel * Die Bewegungen der Natur in uns * Den persönlichen Genius tanzen * Das Fließen

Die Trance: Gesetzmäßigkeiten der Trance  * Innenschau & Ekstase * Vom Kopf befreit - warum Trance heilsam ist * Die Verkörperung der Archetypen * Trance als geomantisches Werkzeug * Die Haltung * Das Zittern 

Heiliger Raum und heilige Zeit: Das Ritual * Der Gang in die Natur * Die Archetypen als Sprache der Seele * Innerer Held, innerer Dämon * Begegnungen mit Orte der Tiefe

Das Dreier-Team: Seit vielen Jahren erfahrene Tanz- & Trance-Begleiter. Jochen Topp, als professioneller Percussionist, begleitet schon lange Gruppen in Tanz- und Trance-Prozessen mit der Trommel und Rhythmus-Instrumenten

Mehrere Trance-Tanz-Nächte! Viel Raum für Entspannung & Lebenslust.

Anmeldung: Italien - Tanz & Trance im Spiegel der Natur

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